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Chororgel restauriert und wieder spielbar

Blick auf die Chororgel

Die Klosterkirche Fürstenfeld verfügt nicht nur über die historische Fux-Orgel, in den vierziger Jahren wurde auf Veranlassung der Benediktiner von Ettal, der damaligen Seelsorger, eine Orgel für den Chorraum angeschafft - die sogenannte Marienorgel. Großzügige Material- und Geldspenden von Brucker Bürgern machten dies möglich. Für die Choralbegleitung bestimmt war sie ein erstes Zeugnis der anbrechenden Liturgischen Bewegung. Mit zwei Manualen und 24 Registern ist sie eines der letzen großen erhaltenen Werke der Orgelbaufirma Zeilhuber. Durch die Restaurierung der grossen Fux-Orgel in den siebziger Jahren geriet das spätromantische Instrument immer mehr in Vergessenheit und wurde kaum mehr bespielt. Der Zustand verschlechterte sich zunehmend und erst im Jahr 2000 wurden Bestrebungen wach, die mittlerweile unspielbar gewordene Orgel zu restaurieren.

oben: Einige Register des Echowerkes -- unten: Spieltisch der Chororgel

Im Herbst 2002 war es soweit: Neben der Reinigung des Pfeifenwerkes und dem Erneuern der Ventile erhielt die Orgel zusätzlich eine bisher fehlende Zungenstimme. Dabei handelt es sich um ein historisches Register aus der alten Orgel der Stiftskirche zu Baumburg (Horn 8´). Mit der Restaurierung hat die Orgel auch ihr kuriosestes Bauteil verloren - einen Bauknecht Waschmaschinenmotor, der seit 1949 zum Antrieb des Gebläses diente.

Am 8. Dezember 2002 wurde die Chororgel wieder ihrer Bestimmung übergeben - ihm Rahmen einer adventlich-musikalischen Stunde. Die Kosten der Restaurierung in Höhe von 24.000 Euro wurden von der Pfarrei getragen.